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Bild-KI vs. Regeln in der Versicherung: Wo Erkennung am schnellsten wirkt

2. Okt. 2025

- Team VAARHAFT

Kaputtes Handy

(KI generiert)

Ein einziges Foto kann eine Schadenentscheidung kippen. Im Mai 2024 berichteten britische Medien über eine Zunahme manipulierter Kfz-Schadenbilder, bei denen Betrüger Dellen und Kratzer in Fotos einfügten, die einfache Prüfungen passieren konnten. Dieses Beispiel steht für einen breiteren Trend. Gängige Bildbearbeitungssoftware und generative Modelle senken die Hürden für visuell überzeugenden Versicherungsbetrug. Für Leiterinnen und Leiter in Schaden und SIU stellt sich die Frage klar: Wodurch unterscheidet sich die bildbasierte KI-Betrugserkennung von traditionellen regelbasierten Systemen für Versicherer und wo liefert sie den schnellsten Nutzen ohne zusätzliche Reibung? Forschung und Branchenberichte deuten darauf hin, dass ein hybrider Ansatz mit Bildforensik zur neuen Grundlage für Vertrauen in Pixel wird (The Guardian).

Kurzüberblick: Warum das jetzt zählt

Kurzfassung für Entscheiderinnen und Entscheider

Regelbasierte Betrugserkennung in der Versicherung stützt sich auf deterministische Logik, Schwellenwerte und Metadaten-Flags. Sie ist schnell und erklärbar, gerät jedoch ins Straucheln, wenn Beweise visuell, komprimiert oder synthetisch erzeugt sind. Bildbasierte KI-Betrugserkennung bringt Computer Vision und Medienforensik auf Schadenfotos und hochgeladene Dokumente, erkennt Duplikate, Unstimmigkeiten und subtile Manipulationen. Für Versicherer mit Fokus auf schnellen Impact ist es am pragmatischsten, visuelle Intelligenz an den Anfang des Workflows zu setzen und sie mit Regeln für die Triage zu kombinieren. Diese Kombination reduziert manuelle Prüfungen, senkt False Positives und verbessert die Auditierbarkeit. Strategische Analysen zeigen, dass Versicherer mit multimodaler Erkennung auf Basis von Bildern besser gegen Deepfake-Risiken und neue Manipulationstaktiken aufgestellt sind (Deloitte).

Die drei wichtigsten geschäftlichen Risiken

  • Betrugsleckagen durch wiederverwendete oder synthetisch erzeugte Schadenmedien, die Basisprüfungen umgehen.
  • Operative Belastung durch hohe manuelle Prüfmengen und uneinheitliche Behandlung von Bildbeweisen.
  • Regulatorisches Risiko, wenn automatisierte Entscheidungen über visuelle Eingaben nicht erklärt oder auditiert werden können.

Wesentliche Unterschiede: bildbasierte KI gegenüber regelbasierter Erkennung

Was Regeln gut können und wo sie scheitern

Regelbasierte Systeme sind stark in konsistenter Policydurchsetzung. Sie bewerten Schäden anhand bekannter Indikatoren wie Schadenhäufigkeit, Auszahlungsschwellen, Standortrisiko oder Auffälligkeiten bei Uhrzeiten. Sie können auch einfache Medienprüfungen wie Dateigröße oder fehlende EXIF-Felder anwenden. Die Limitierung ist strukturell. Regeln benötigen bekannte Muster und sind angreifbar, wenn Gegner testen und sich anpassen. Bei visuellen Beweisen können kleine Edits oder neue Bilder aus öffentlichen Quellen Schwellenwerte umgehen, während härtere Regeln False Positives hochtreiben und das Kundenerlebnis schädigen. Da generative Modelle sauberere Ergebnisse mit realistischer Beleuchtung und Texturen liefern, kann reine Regel-Logik die feinen forensischen Signale nicht erfassen, die echte Fotos von konstruierten trennen (Übersichtsarbeit zur Deepfake-Erkennung).

Was bildbasierte KI Versicherern bringt

Bildbasierte KI-Betrugserkennung vertieft die Beweisanalyse auf Pixel-Ebene. Sie berechnet visuelle Embeddings, um Near-Duplicates und Teilwiederverwendung in internen Archiven und öffentlichen Quellen zu identifizieren. Sie untersucht Kompressionsmuster, Rauschreste und Metadatenkonsistenz, um Manipulationen sichtbar zu machen. Kombiniert mit OCR-Signalen aus Dokumenten und Policydaten unterstützt dies ein multimodales Scoring, das Hochrisikofälle priorisiert, ohne die SIU mit Fehlalarmen zu überfluten (Deloitte).

Für die Auffindbarkeit in der Suche sind relevante Varianten der Kernanfrage unter anderem bildbasierte KI-Betrugserkennung für Versicherer, regelbasierte Betrugserkennungssysteme, Duplikaterkennung bei Schadensfotos, Verifizierung von Schadenbildern, Deepfake-Erkennung in der Versicherung sowie Bildforensik in der Versicherung. Zentrale Frage bleibt dabei: Wodurch unterscheidet sich die bildbasierte KI-Betrugserkennung von regelbasierten Systemen für Versicherer und wo liefert sie den schnellsten Return on Effort?

Wo bildbasierte KI den schnellsten Nutzen bringt

Schnelle Erfolge mit frühem Effekt

  • Duplikat- und Wiederverwendungs-Erkennung. Der Abgleich neuer Schadenfotos mit früheren Einreichungen und öffentlichen Webbildern deckt häufig wiederholte Assets oder leicht bearbeitete Kopien auf. Mehrere Branchenfälle zeigen eine sofortige Verhinderung unberechtigter Auszahlungen, wenn Duplikate bereits beim Intake markiert werden. Für einen praxisnahen Überblick zu Mustern bei Bildduplikaten lesen Sie das Primer von Vaarhaft zur Prävention von Betrug mit doppelten Schadensfotos, und beachten Sie Branchenberichte zu realen Manipulationen in Kfz-Schäden (The Guardian).
  • Automatisierte Metadaten- und Konsistenzprüfungen. EXIF-Zeitstempel, Geotags und Geräteinformationen decken Unstimmigkeiten zwischen Darstellung und Foto auf. Leichte Sensor- und Kompressionschecks bilden eine zweite Verteidigungslinie gegen simple Edits, beschleunigen die Triage und erhöhen die Dokumentationsqualität für Audits.
  • Triage aus Bildsignalen plus Policydaten. Visuelle Signale kombiniert mit Schadenhistorie und Entity-Link-Analysen leiten Hochrisikofälle an Ermittler weiter, während saubere Schäden durchlaufen. Dieser ausgewogene Ansatz steigert den Durchsatz ohne pauschale Ablehnungen.

Mittelfristig übertrifft multimodale Erkennung, die Bildforensik, Dokumentenanalyse und strukturierte Daten verbindet, Einzel-Signal-Ansätze. Forschung warnt zudem, dass Detektoren überwacht und neu trainiert werden müssen, wenn neue Generatoren und Anti-Forensik-Taktiken entstehen (AutoSplice Forschung).

Implementierungsmuster: Bild-KI mit bestehenden Regeln integrieren

Hybride Architektur, die zu Schaden-Workflows passt

Ein pragmatisches Muster behält Regeln als Gate bei und setzt bildbasierte KI bei Beweiserfassung und früher Triage ein. Regeln steuern Eligibility und policyspezifische Schwellen. Bild-KI bewertet visuelle Authentizität und Wiederverwendung. Löst ein Foto oder Dokument forensische Auffälligkeiten aus, erfolgt die Eskalation mit menschenlesbaren Belegen, damit Ermittler das Was und Warum verstehen. Besteht das Medium die Prüfung, läuft die Regulierung ohne Reibung weiter. Dieses Hybridmodell minimiert manuellen Aufwand und erhält die Erklärbarkeit.

Touchpoints, die in der Praxis Reibung reduzieren

Zwei Touchpoints machen das Hybridmodell greifbar. Erstens hilft eine forensische Image-API, die ein strukturiertes Ergebnis und eine visuelle Erklärung liefert, Schaden-Teams Entscheidungen auf objektive Signale zu stützen. Vaarhafts Fraud Scanner wendet Bildforensik und KI-gestützte Manipulationserkennung auf Fotos und Dokumente an, liefert Heatmaps auf Pixel-Ebene und einen auditfertigen PDF-Report pro Analyse und folgt dabei DSGVO-konformer Datenverarbeitung. Zweitens härtet ein gesicherter Capture-Schritt während der Eskalation die Beweisquelle. Vaarhafts SafeCam zeichnet verifizierte, reale Szenen in einem browserbasierten Flow auf und lehnt Bilder von Bildschirmen oder Ausdrucken ab. Zusammen senken diese Touchpoints False Positives und stoppen recycelte Assets, bevor sie in die Entscheidung gelangen.

Compliance- und Governance-Checkliste

Wenn bildbasierte KI Teil der automatisierten Entscheidungsfindung wird, ist Governance unverzichtbar. Versicherer in der EU sollten Deployments an den risikobasierten Anforderungen des AI Act zu Dokumentation, Monitoring und menschlicher Aufsicht ausrichten. Personenbezogene Bilder fallen unter den Datenschutz und benötigen eine klare Rechtsgrundlage sowie Datensparsamkeit. Teams sollten Logs, Model Cards und Reviewer-Guidelines pflegen, um Ergebnisse erklärbar und auditierbar zu machen.

Signale und Warnzeichen aus der Praxis: wann beschleunigen

Worauf Sie in Ihrem Portfolio achten sollten

Mehrere beobachtbare Trends sprechen für einen Schritt über reine Regeln hinaus. Ein Anstieg nahezu identischer Fotos über verschiedene Policen, ein Spike an Schäden mit fehlenden oder inkonsistenten EXIF-Daten oder mehr sauber wirkende, aber unplausible Bilder sind Frühindikatoren. Branchenberichte verzeichnen steigende Investitionen in KI in der Versicherung sowie das korrespondierende Risiko, dass Angreifer dieselben Tools nutzen. Die Folge ist eine wachsende Lücke zwischen Kapazität der manuellen Prüfung und Upload-Volumen, besonders in Spitzen nach Wetterereignissen (Reuters).

Fragen für den nächsten Vorstand oder Risikoausschuss

  • Erkennen wir wiederverwendete oder leicht bearbeitete Schadenfotos schneller, als Betrüger neue erzeugen können?
  • Können wir bildgetriebene negative Entscheidungen mit visuellen Belegen begründen, die Audit und Beschwerdeprüfung standhalten?
  • Spart verifizierte Erfassung in der Eskalation mehr Ermittlungsstunden ein als weiteres Nachschärfen der Regeln beim Intake?

Der klare Weg nach vorn

Der Markt bewegt sich zu hybrider Erkennung mit Bildintelligenz im Zentrum. Regeln bleiben essenziell für Eligibility und Policelogik. Bildbasierte KI-Betrugserkennung adressiert den wachsenden Anteil an Schäden, bei denen der ausschlaggebende Beweis visuell ist. Für Versicherer, die klären möchten, wodurch sich bildbasierte KI-Betrugserkennung von regelbasierten Systemen für Versicherer unterscheidet und wo sie den schnellsten Return on Effort liefert, ist das Start-Playbook konsistent. Duplikat- und Wiederverwendungs-Checks hinzufügen. Metadaten- und forensische Validierung automatisieren. Nur bei aussagekräftigen Signalen zur verifizierten Erfassung eskalieren. Reviewer-Vertrauen mit Erklärungen auf Pixel-Ebene und auditfertigen Reports stärken. Diese Sequenz erhöht Tempo und Qualität, ohne ehrlichen Kundinnen und Kunden Reibung zuzufügen.

Wenn Sie Ihre Roadmap zur Modernisierung der Schadenbearbeitung planen, starten Sie mit einem fokussierten Pilot, der einen repräsentativen Strom an Schadenfotos und typischen Dokumenten in eine Schicht Bildforensik einspeist und den Impact auf Duplikaterkennung, Reviewerzeit und Eskalationsqualität misst. Teams entwickeln so schnell eine interne Taxonomie für Risikosignale und ein wiederholbares Governance-Modell. Wenn Sie bereit sind, kontaktieren Sie unsere Expertinnen und Experten hier.

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